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Diverses...Unsere Katzen sind GSDIV getestet und frei! In regelmäßigen Abständen werden unsere Katzen (Kater mit 1 Jahr danach alle 2 Jahre und die Katzen ab einem Alter von 2 Jahren im Abstand von 2 Jahren) auf HCM untersucht. Bisher sind alle Katzen HCM normal getestet. Unsere Kätzchen sind Leukose (FelV) frei und dagegen geimpft. Zum Abgabezeitpunkt unserer kleinen Norwegertrolle sind sie 2-fach gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft. Außerdem erhalten unsere Kätzchen vor Abgabe einen Mikrochip. Unsere Katzen werden im Bedarfsfall von der Kleintierpraxis Dr. Viktoria Richter in Esslingen sorgfältigst betreut. Wenn Sie Interesse an einem unserer Katzenbabys haben, dürfen Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Tel. +49 (0)7127 / 57655 byglandsfjord@byglandsfjord.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Grundbegriffe der Genetik Wer sich als Züchter mit der Erblehre seiner Katzen befassen will, kommt natürlich um einige Grundbegriffe nicht herum. Davon soll in diesem ersten Teil die Rede sein. Nicht eingegangen wird auf den Zellenaufbau, die Zellteilung und weiter ins Detail gehende Grundlagen.
Nun müssen wir die Chromosomen zerlegen und kommen somit zu den Genen oder Einzelmerkmalen. Die Gesamtheit aller Gene bestimmt das Individuum. Man spricht von seinem Genotyp. Betrachtet man nur die äusseren, sichtbaren Merkmale eines Individuums, bei unseren Katzen also z.B. die Fellfarbe, Haarlänge usw. spricht man von seinem Phänotyp. Zum Glück interessieren uns bei der Genetik der Katzen nur einzelne Gene. Damit wir sie unterscheiden können, werden sie mit Buchstaben bezeichnet. Die Gene sind auf den Chromosomenpaare jeweils genau in der gleichen Art, Anzahl und Reihenfolge angeordnet. Jedes Gen hat also einen ganz bestimmten, festgelegten Ort auf dem Chromosom, man spricht demzufolge vom Genort. Der Genort für eine bestimmte Anlage liegt also immer an der gleichen Stelle auf dem Chromosom, sowohl der Anteil der Mutter als auch der vom Vater. Bei diesen immer paarweise vorkommenden Genen spricht man von Allelen. Ein Allel enthält also jeweils ein Gen von der Mutter und eines vom Vater am gleichen Genort. Sind auf beiden Genen (Mutteranteil und Vateranteil) die gleichen Erbinformationen enthalten, z. B. schwarzes Haar, so spricht man von homozygot oder rein erbiger Anlage, sind die Erbinformationen dagegen unterschiedlich, z.B. schwarz bei der Mutter und chocolate beim Vater, so spricht man von heterozygot oder mischerbiger Anlage.
Die Vererbung der Gene In den Grundlagen sah es zunächst so aus, als hätten wir die schwersten Klippen schon umschifft. Doch dem ist leider nicht so. Natürlich haben sich erfahrene Züchter schon gefragt, wieso die Kitten oftmals gar nicht so sehr den Eltern gleichen sondern vielmehr mit der Grossmutter oder dem Grossvater ähneln oder wie es zu den unterschiedlichen Geschlechtern kommt? Diesen Fragen versuchen wir uns in diesem Abschnitt zu nähern. Ein neues Lebewesen entsteht durch die Verschmelzung der mütterlichen Eizelle mit dem väterlichen Samen. Dieser Vorgang ist allgemein durch den Begriff Befruchtung bekannt. Die befruchtete Eizelle (Zygote) und jede normale Körperzelle teilt sich dermassen, dass in jeder neuen Zelle jeweils wieder der doppelte Chromosomensatz enthalten ist. Wie dies im Einzelnen vollzogen wird, muss uns hier nicht weiter interessieren, entscheidend ist das Ergebnis. Diese Art der Zellteilung bezeichnet man als erbliche Zellteilung oder Mitose. Im Gegensatz zur Mitose teilen sich die Keimzellen (Gameten) durch die Reduktionsteilung (Meiose). Bei der Meiose wird der Chromosomensatz halbiert. Die Keimzellen der Katze enthalten also nicht 38 Chromosomen sondern nur 19, die bei der Befruchtung zusammen wieder den kompletten Satz von 38 Chromosomen ergeben. Diese Reduktionsteilung ist ein komplizierter und mehrstufiger Prozess. Es können einzelne Chromosomenstücke ausgetauscht werden und es bleibt dem Zufall überlassen, welche der beiden Autosomen in die jeweilige neue Zelle wandert. Wir vermuten zurecht das Chaos. Doch gerade dieses Chaos fährt zu einer kräftigen Mischung der Gene in jeder neuen Generation und zu einer Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Hier ist auch die Ursache zu sehen, weshalb auch die Gene der Grosseltern und sogar noch weiter zurückliegender Generationen mehr oder weniger kräftig mitmischen. Dieser Vorgang entscheidet auch über Katze oder Kater. Diesen besonders interessanten Aspekt - Kater oder Katze - wollen wir uns einmal etwas näher betrachten. Jeder Elternteil gibt ein Chromosom seines Chromosomenpaares an die Nachkommen weiter. Die weibliche Katze verfügt über 2 X-Chromosomen (XX), der Kater jedoch über ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom (Xy). An dieser Stelle führen wir jetzt eine Darstellungsweise ein, die uns auch weiterhin begleiten wird.
In dieser Tabelle werden die uns interessierenden Chromosomen der Katze und des Katers eingetragen und das Ergebnis für alle Kombinationsmöglichkeiten ermittelt. In unserem ersten Beispiel wollen wir die statistische Verteilung von Katzen und Katern in einem Wurf ermitteln. Für die Mutterkatze tragen wir also 2 mal das X-Chromosom ein.
Als nächstes tragen wir die Chromosomen des Katers (Xy) ein.
Als letzten Schritt kombinieren wir jeweils ein Chromosom der Katze mit einem des Katers:
Schon ist unsere erste Vererbungstabelle fertig. Das Ergebnis wird uns wenig überraschen: Wir erwarten aus dem Wurf jeweils zur Hälfte Katzen (XX) und zur anderen Hälfte Kater (Xy)! Dieses Ergebnis ist auch dann richtig, wenn bei ihnen gerade ein Wurf mit 7 Katern gefallen ist. So ist es nun einmal mit der Statistik.
Farbgenetik Nachdem wir nun die notwendigsten Begriffe gelernt haben, wollen wir uns in diesem Abschnitt mit den einzelnen Genen beschäftigen. Als Züchter interessieren wir uns zunächst einmal für die Farbgenetik: Welche Farben werden unsere Kitten einmal haben, bzw. welche Farbe muss ein Kater haben, damit eine bestimmte Farbe bei den Kitten fallen kann? Listen wir also zunächst einmal die Farbgene in alphabetischer Reihenfolge auf.
Tabelle der Farbgene:
Eine wichtige Gengruppe fehlt noch in dieser Tabelle, nämlich das Tabby-Gen. Es ist nicht etwa vergessen worden, sondern nimmt eine Sonderstellung ein und wird deshalb an einer späteren Stelle gesondert behandelt. Eigentlich gehört auch das Rot-Gen in eine Sondergruppe, da es sich geschlechtsgebunden vererbt und daher später auch besonders betrachtet wird. Es fällt in der Tabelle auf, dass es offenbar mehr rezessive Gene als dominante Gene gibt. Dies hat seine Ursache in den Mutationen der Gene. Im laufe der Entwicklungsgeschichte ist es durch zufällige Veränderungen der Gene zu Veränderungen gekommen. Diese, von der Urform abweichenden Gene vererben sich zumeist rezessiv. Doch auch bei den Mutationen gibt es Ausnahmen: So vererbt sich das Inhibitor-Gen (Silberung), das Rot-Gen, das Scheckungs-Gen und das Dominante Weiss dominant, obwohl auch diese Gene Mutationen sind.
Der Genetische Farbtopf Wie wir schon nach dem Studien der Farbgene vermutet haben und wie wir es ja auch von unseren Katzen kennen, kommt es zu vielfältigen Vermischungen und Überlagerungen der Farbgene. Viele Gene ergänzen und überlagern sich. Solche Fälle nennt mankomplementäre Polygenie. Dies sei am Beispiel der Wildfärbung einmal erläutert. Jedes Haar besteht aus schwarzen und hellen Bänder im Wechsel. Die Haarspitze ist schwarz und der Haargrund ist grau. Es wirken 3 Gene an dieser Wildfärbung mit: A ist zuständig für die schwarzen Ringe, B bildet die schwarzen Pigmente aus gelben Vorstufen und C bildet die gelben Vorstufen. Fällt auch nur ein Gen aus, erhalten wir ein völlig anderes Aussehen der Katze. Fehlt z. B. das dominante Gen C, erhalten wir eine weisse Katze (Albino), fehlt dagegen das dominante Gen A, so wird die Katze einfarbig. In diesem Beispiel ist es unerheblich wie das komplette Allel aussieht, da es sich um dominante Gene handelt. Es ist egal ob es sich beim Allel AA für Reinerbigkeit oder um Aa für Mischerbigkeit handelt, die Merkmalsausprägungen sind gleich. Da dies so ist, führen wir an dieser Stelle gleich eine neue Schreibregel ein. Die Beschreibung für unser Beispiel der Wildfärbung lautet dann: A- B- C-. Der Strich ersetzt dabei den zweiten Teil des Allels. An seiner Stelle könnte sowohl ein dominantes Gen stehen als eben auch nicht. So wären z.B. Katzen phänotypisch mit folgenden Allelen identisch, obwohl sie genotypisch unterschiedlich sind: AA BB CC und AaBb Cc. Für die Äussere Merkmalsbeschreibung ist es somit unerheblich ob das zweite Gen vorhanden ist oder nicht und es wird in der schreib weise ersetzt durch den Strich (-), also A-B-C-.
Bleiben wir noch einen Augenblick bei unserem Albino, dem ja, wie oben erwähnt, das Gen C fehlt. Das Allel C- sieht bei dem Albino also folgendermassen aus: cc. Durch Mutationen sind nun aber folgende Variationen entstanden: caca, ein Albino mit blauen Augen Ein weiteres Gen beeinflusst unseren Farbtopf: Das Gen D. Fehlt dieses Gen (Nichtverdünnung), führt dies zu einer Verdünnung der Pigmentierung der Haare. So wird aus Schwarz Blau, aus Rot Cream, aus ChocolateLilac und aus CinnamonFawn. Der Albino (rote Augen) ist phänotypisch eine weisse Katze bei dem die Pigmentierung fehlt. Nun gibt es weitere genetische Möglichkeiten für den Phänotyp weiss: Das Gen W. Dieses Gen maskiert alle anderen vorhandenen Farben. Man spricht von der Epistasie. Diese Gen beherrscht alle anderen Farbgene. (Das Gen W ist häufig verbunden mit Taubheit!!) Eine dritte Möglich zu weissen Katzen zu gelangen wollen wir nicht verschweigen: Das Scheckungs-Gen S. Es kann sich in seinen äusseren Merkmalsprägungen von kleinen weissen Flecken im Haarkleid bis zur völlig weissen Katze auswirken. Eine weiteres epistatisches Gen ist das Non-Agouti Gen. Es maskiert alle Tabby-Gene und bereichert unseren Farbtopf um einfarbige Katzen. Doch hier haben wir gleich eine weitere Ausnahme: Das Non-Agouti Gen verliert seine epistatische Wirkung beim Orange-Gen O. Auch einfarbig rote Katzen zeigen immer, mehr oder weniger, eine deutliche Tabbyzeichnung. Zu beneiden sind Züchter mit roten und rot gestromten Katzen nicht. Stellen sie ihre Katzen auf einer Katzenausstellung aus, werden ihnen von den Richtern häufig die Farbe geändert, denn nicht jeder Richter ist in der Lage rot und rot-tabby zu unterscheiden. Dies ist leider eine traurige Gewissheit! Ich denke, dieser Abschnitt wird zunächst einmal für ziemliche Verwirrung sorgen. Wir werden versuchen in den folgenden Abschnitten ein wenig Klarheit in diese Verwirrung zu bringen.
Vererbungstabellen Bevor wir uns dem geschlechtsgebundenen Rot zuwenden, müssen wir noch einige Übungen mit unseren Vererbungstabellen durchführen. Wir fangen zunächst einmal ganz einfach an und verpaaren eine schwarze weibliche Katze mit einem blauen Kater. Unabhängig von den übrigen Genen betrachten wir zunächst nur einmal das Gen D, welches ja den Unterschied zwischen Schwarz und Blau ausmacht. Die Verdünnung kann nur dann merkmalsprägend werden, wenn das rezessive Gen doppelt vorhanden ist. Somit ist der Kater eindeutig gekennzeichnet durch d d. Die weibliche Katze dagegen könnte reinerbig A A oder mischerbig A a sein. Nur aus einer Testverpaarung würden wir Klarheit über ihren Genotyp erhalten. Um uns mit den Vererbungstabellen vertraut zu machen, werden wir beide Beispiele einmal durch spielen. 1. Die weibliche Katze ist reinerbig für Nichtverdünnung (DD), der Kater reinerbig für Verdünnung (dd)
Die Nachkommen unsere Beispielverpaarung werden folglich alle phänotypisch schwarz werden und genotypisch alle das vom Vater ererbte Verdünnungsgen d erhalten. Alle unsere schwarzen Nachkommen sind folglich mischerbig für Nichtverdünnung, weil sie das rezessive Verdünnungsgen tragen! 2. Die weibliche Katze ist mischerbig für Nichtverdünnung (Dd), der Kater reinerbig für Verdünnung (dd)
Die Nachkommen dieser Beispielverpaarung werden zur einen Hälfte Schwarz und zur anderen Hälfte Blau werden. Die schwarzen Nachkommen werden wie bei der ersten Beispielverpaarung ebenfalls mischerbig für Nichtverdünnung sein! Jetzt müssen wir unsere Vererbungstabelle erweitern. Unsere schwarze weibliche Katze soll jetzt eine Tabbyzeichnung erhalten. Zusätzlich zum Gen D führen wir jetzt das Gen A ein. Unser blauer Beispielkater zeigt keine Tabbyzeichnung und ist somit reinerbig für Non-Agouti a a. Unsere schwarz gestromte weibliche Katze dagegen könnte wieder reinerbig oder auch mischerbig für Agouti sein, AA oder Aa kurz A-, denn bei dem Agouti Gen handelt es sich um ein dominantes Gen. 3. Die weibliche Katze ist reinerbig für Agouti und Nichtverdünnung (AA DD), der Kater reinerbig für Nichtagouti (aa) und Verdünnung (dd)
Aus dieser Beispielverpaarung erhalten wir alles Kätzchen in der Farbe schwarz gestromt. Sie werden alle mischerbig für Nichtagouti und für Nichtverdünnung sein! Zum Abschluss verwandeln wir noch einmal unsere weibliche Katze in einen anderen Genotyp, ohne ihre äusseren Merkmale zu ändern. 4. Die weibliche Katze ist mischerbig für Non-Agouti und mischerbig für Nichtverdünnung (Aa Dd), der Kater reinerbig für Non-Agouti (aa) und Verdünnung (dd)
Jetzt finden wir schon eine recht vielfältige Farbpalette bei unseren Kitten vor: 25% werden wie die Mutter (phänotypisch und genotypisch) schwarz gestromt und sind mischerbig für Non-Agouti und Nichtverdünnung (Aa Dd), 25% werden blau gestromt und sind reinerbig für mischerbig Non-Agouti und reinerbig für Verdünnung (Aa dd), 25% werden schwarz und sind reinerbig für Non-Agouti und mischerbig für Nichtverdünnung (aaDd) und die letzten 25% werden wie der Vater (phänotypisch und genotypisch) Blau und sind reinerbig für Non-Agouti und Verdünnung. Unsere Vererbungstabellen sehen jetzt schon wesentlich komplizierter aus, bleiben aber noch übersichtlich. Würden wir jetzt noch weitere Gene betrachten, so geht der Überblick schnell verloren. Es ist deshalb sehr empfehlenswert, wenn immer nur ein bis maximal 3 Gene in diesen Vererbungstabellen gleichzeitig betrachtet werden! Wer jetzt einmal üben möchte hat hier die Gelegenheit. Wir verpaaren eine schwarz gestromte weibliche Katze (Aa DD) mit einem schwarz gestromten Kater (AADd) und warten gespannt auf die möglichen Farben der Kitten.
Das Orange Gen O Wer bisher gut aufgepasst hat, der weiss inzwischen, dass es sich bei der Farbe Rot um einen Sonderfall in der Farbgenetik handelt. Das Gen O liegt nicht auf einem der Autosomen sondern auf dem Heterosom, genau gesagt auf dem X-Chromosom. Es vererbt sich somit geschlechtsgebunden. Eine weibliche Katze hat ja bekanntlich 2 X-Chromosomen, während der Kater hingegen nur über ein X-Chromosom verfügt. Aus der Praxis wissen wir, dass dies zu unterschiedlichen Ergebnissen bei den Kitten führt. Es bedeutet ebenfalls, das sich die Farbe Rot nicht in rezessiver Weise, wie etwa die Verdünnung, weiter vererben kann. Während zwei schwarze Katzen auch blaue Nachkommen haben können, ist dies bei Rot nicht möglich. Katzen, die in ihren äusseren Merkmalsprägungen kein Rot zeigen, können auch kein Rot vererben! Wenn ihnen also ein Züchter eine nichtrote Katze verkaufen will mit der Bemerkung, sie würde die Veranlagung für Rot tragen, dann gehen Sie besser zum nächsten Züchter! Eine rote weibliche Katze muss auf beiden X-Chromosomen das Gen O tragen. In jeder Zelle ist nur ein X-Chromosom wirksam, während das zweite X-Chromosom inaktiviert ist. Welches X-Chromosom gewissermassen eingeschaltet ist, ist dem Zufall überlassen. Trägt also eine weibliche Katze nur auf einem X-Chromosom das Gen O, so kann sie folgerichtig auch nur an den Stellen Rot werden, an denen dieses Gen eingeschaltet ist. Ach so, stellen wir jetzt erstaunt fest, deshalb gibt es die wunderschönen Torties, mit den erstaunlichsten Rot/Schwarz Verteilungen. Genau! Doch warum gibt es keine männlichen Torties? Eben genau aus dem gleichen Grund. Kater haben nur ein X-Chromosom und dieses muss in allen Zellen wirksam sein. Nun kommen wir zu einigen Beispielverpaarungen. Fangen wir mit einem einfachen Beispiel an: 1. Eine rote weibliche Katze (XoXo) verpaaren wir mit einem roten Kater (Xo Y).
Diese Verpaarung ist die sicherste um zu roten Katzen zu kommen. Wir sehen dass alle Nachkommen, weiblich oder männlich, rot werden!
Jetzt haben wir einen wunderschönen bunten Wurf: Eine rote weibliche Katze (XoXo), einen roten Kater (Xo y), eine tortie Kätzin (Xo X) und einen schwarzen Kater (X y). Bunter geht es nicht!
Jetzt nimmt der Rotanteil bei unserem Nachwuchs beträchtlich ab. Rote weibliche Katzen kommen nicht mehr vor. Dafür brauchen wir bei dieser Verpaarung den Kitten nicht mehr unters Schwänzchen schauen: Die bunten Kitten sind Mädchen, die schwarzen Kitten sind Jungs!
Wie schön! Fast das gleiche Ergebnis wie aus der vorhergehenden Verpaarung, nur sind die Kater nicht schwarz, sondern rot.
Aus dieser Verpaarung erwarten wir je eine schwarze weibliche Katze (X X) und einen schwarzen Kater (X y) sowie eine tortie Kätzin (Xo X) und einen roten Kater (Xo y). Das rote Gen O führt häufig zu Irrtümern bei der Farbbestimmung. Rot oder rot gestromt, das ist die Frage aller Fragen, denn das Non-Agouti Gen a kann sich nicht gegen das Gen O durchsetzten. Deshalb sind alle genetisch roten bzw. tortie Katzen mit einer mehr oder weniger deutlichen Tabbyzeichnung behaftet. Oftmals kann bei der Farbbestimmung, rot mit oder ohne Tabby, der Stammbaum hilfreich sein. Ist dies nicht möglich, muss nach Tabbymerkmalen gesucht werden.
Warum diese Katze genotypisch eine rote Katze ist, dazu kommen wir später.
Die Tabbys In den bisherigen Folgen ist es uns gelungen an einigen recht einfachen Beispielen uns in die Systematik der Genetik einzuarbeiten. Wir haben einige Sonderfälle kenngelernt (Rot-Gen O) und uns mit den Vererbungstabellen vertraut gemacht. Die Tabbys sind die am häufigsten vertretenen Varietäten der Katze. Das Tabbymuster ist die eigentliche Urform aller Katzenzeichnungen. Um als Jäger in der Natur überleben zu können war und ist eine gute Tarnfarbe unerlässlich. Eine weisse Katze im dichten Buschwerk wäre wohl unvorstellbar. Katzen, die in der Steppe leben, bevorzugen hellere Farben als Katzen, die in den dunklen Wäldern leben. Für unsere Stubentiger gilt solche Vorsorge natürlich nicht mehr. So sind weisse Waldkatzen ebenso beliebt wie dunkle Orientalen. Mutationen und züchterischem Ehrgeiz haben wir es zu verdanken, dass es eine Vielzahl an möglichen Tabbyzeichnungen gibt. Ursprünglich waren die Agouti Katzen alle getigert. Man spricht bei ihnen von der natürlichen Wildfärbung. Das Agouti Gen ist unabdingbar für eine Tabbyzeichnung. Homozygote Tabbyallele:
Da haben wir den Salat: Kannten wir bisher immer nur zwei Allele, so haben wir es hier mit dreien zu tun. Neben dem Ursprungsgen und einer Mutante haben wir jetzt gleich 2 Mutanten. In solchen Fällen spricht man von multipler Allelie. Eine Reihe in unserer Tabelle ist noch teilweise offen, doch dazu kommen wir später. Bisher hatten wir gelernt, das sich das dominante Gen stets gegenüber dem rezessiven Gen durchsetzt und den Phänotyp prägt. Beim Tabby ist dies nun leider nicht so, es ist nur unvollständig dominant. Dies bedeutet, dass sich homozygote Allele stärker auswirken als heterozygote. In der obigen Tabelle haben wir die homozygoten Allele aufgeführt, in der nächsten betrachten wir einmal die heterozygoten: Heterozygote Tabbyallele:
Aus dieser Tabelle können wir schliessen, dass das Ta dominiert über T und diese wiederum über tb (Ta>T>tb). Nun wenden wir uns dem spotted zu. Aus obiger Tabelle können wir ersehen, dass die Kombination Ttb eine Streifenzeichnung ergibt, die sich teilweise in Tupfen auflöst: eben spotted. Das Mackeralgen T zeigt eine eindeutige Tendenz zur Auflösung der Streifen. Bestärkt wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass es alle nur denkbaren Auflösungsstufen gibt. Denkbar wäre, dass diese unterschiedlichen Auflösungen durch weitere Modifikationen (Polygenie) hervorgerufen werden. Nun gibt es aber auch Katzenrassen, die stets getupft sind, etwa die Egyptian Mau und die reinrassige Bengal (leider gibt es diese auch schon in den abenteuerlichsten Farben und Zeichnungen!). Dies spricht nun wieder für ein eigenständiges Gen Ts. Das Ts liegt in unserer Tabbyreihe wahrscheinlich zwischen Ta und T und würde unsere Tabbygruppe um eine weitere Variante bereichern. Wissenschaftlich nachgewiesen ist das Spottedgen jedoch noch nicht.
Leider sind wir bei den Ausnahmen des Tabby-Gens noch nicht ganz am Ende. In den Tabby Tabelle ist stets ein A- vorangestellt. Wie in der Einführung schon erwähnt wurde, ist das Agoutigen immer erforderlich um die Tabbyzeichnung zu zeigen. Dies bedeutet, dass das Non-Agoutigen das Tabby-Gen maskiert und die Tabbykatzen schlicht und einfach in einfarbige Katzen verwandelt. Bei sehr hellem Licht und besonders bei Jungtieren macht sich jedoch das maskierte Tabby-Gen bei einfarbigen Tieren als Geisterzeichnung sichtbar.
Wer Lust hat darf jetzt ein wenig üben. Wir verpaaren zwei Katzen mit dem gleichen Genotyp AaTtb.
Welche Farbe und welches Zeichnungsmuster können wir erwarten?
Das Scheckungsweiß Bisher waren alle unsere Katzen schwarz oder schwarz-gestromt, nein auch die roten und blauen Exemplare haben wir schon abgehandelt. Jetzt kommt ein weiterer Farbtupfer hinzu: das Weiß.
Alle Birmazüchter, oder besser gesagt, die Züchter, die sich daran wagen mit der Zucht von Birmakatzen zu beginnen, müssen sich jetzt fragen, wie es denn möglich ist, dass der Weissanteil sich bei ihren Katzen nur auf bestimmte Körperbereiche auswirkt. Diese Katzen könnten, was wissenschaftlich nicht erwiesen ist, über einen weiteren Weissmacher verfügen, dem Handschuhgen . Es vererbt sich rezessiv, d.h. G steht für normale Pigmentierung, g für weisse Pfoten. Wie bei allen rezessiven Genen wird es nur bei der Kombination gg wirksam. Beachtlich ist, dass es bei der Verpaarung von Katzen mit dem Handschuhgen (gg +gg) zu erstaunlich konstanten Weissanteilen führt. Doch zurück zu unserem Scheckungs-Gen. Es wirk sich - Ausnahmen sind nicht bekannt - auf alle Farben und Fellzeichnungen aus und hat noch eine beachtliche Nebenwirkung: bei bunten Katzen (Torties,Torbies) drängt es gewissermassen die roten und schwarzen Farbanteile zu Flächen zusammen. Dies führt bei ihnen zu besonders beeindruckenden Farbverteilungen. Bei Katzen ohne Weissanteil dagegen sind die roten und schwarzen Farbanteile willkürlich gemischt.
Es ist dringend davon abzuraten Katzen mit reinerbigem Scheckungsweiss untereinander zu verpaaren.
Das dominante Weiss Dies wird eines der schwierigsten Abschnitte der Genetik schlecht hin. Damit ist nicht der Erbgang selbst zu verstehen, sondern die schwerwiegenden Begleitumstände des dominanten Weiss. Der Erbgang des Gens W (dominantes Weiss) ist eindeutig. Ob homozygot WW oder heterozygot Ww, die Katze ist in jedem Fall Weiss. Das Weiss entsteht durch das völlige fehlen jedweder Pigmentierung. Diese Farblosigkeit ist eine Defektmutation mit weitreichenden Folgen auf die Physiologie der Katze. Das Gen W stört bereits in der frühembryonalen Phase die Entwicklung der Katzen. Die Wanderung der Neuroplasten und der Melanoplasten, welche für die Pigmentbildung verantwortlich sind, wird gestört. Bereiche, die mit dem Zentralnervensystem im unmittelbaren Zusammenhang stehen, besonders das Auge, bilden zumindest eine Teilpigmentierung aus, sodass die Augen von weissen Katzen blau bis orange gefärbt sind. Das blaue Auge ist dabei weniger pigmentiert als das orange Auge. Nach einer Studie von Berghsma und Brown sind 43 % aller homozygoten Katzen (WW) und 27% aller heterozygoten weissen Katzen (Ww) mit blauen Augen taub, während nur 7% der gelbäugigen Katzen davon betroffen sind. Von der Türkisch Angora (weiss), berichtet Guttengeber 1995, das in gewissen Populationen 95% der Tiere schwerhörig oder taub sind. Ob eine weisse Katze im Hörvermögen eingeschränkt oder sogar völlig taub ist, kann nur ein audiometrischer Hörtest ergeben. Blauäugige weisse Katzen sind auch häufig in ihrer Sehfähigkeit stark beeinträchtig. Die Katze ist allgemein als Tier bekannt, dass auch bei Dunkelheit noch sehen kann. Diese Fähigkeit wird durch eine reflektierende Schicht im Auge, dem TapetumLucidum, ermöglicht. Bei blauäugigen weissen Katzen fehlt dieser Lichtkraftverstärker, sodass sie in der Dämmerung praktisch nicht mehr sehen können als wir auch. Nicht Hören und schlecht Sehen sind für einen Jäger, der dazu noch überwiegend in der Dämmerung und Nachts auf die Pirsch geht, gravierende Nachteile.
Ein weiteres Risiko besteht bei weissen Katzen, sie sind bei intensiver Sonnenbestrahlung gefährdet an Hautkrebs zu erkranken. Es muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es natürlich auch genetisch anders strukturierte weisse Katzen gibt, die diesem Defekt nicht unterliegen, z.B. Albinons, oder die Foreign White, eine OKH mit Maskenfaktor (Wwcscs). Hingegen können Katzen mit einem sehr hohen Anteil an Scheckungsweiss (meist reinerbig SS) die gleichen Defekte wie weisse Katzen mit dem dominanten Weiss aufweisen. Das Scheckungs-Gen S beginnt lediglich in einem etwas späteren Entwicklungszustandes seine schädigende Wirkung. Die Auswirkungen können jedoch die gleichen sein. Es ist dringend davon abzuraten Katzen mit reinerbigem Scheckungsweiss untereinander zu verpaaren.
Silber-, golden- und Breitbandgen Wie immer im Leben ist natürlich alles eine Geschmacksache, was der eine liebt, muss der andere noch längst nicht mögen. Ganz ohne Frage gehören die Silbernen und Goldenen zu faszinierenden Katzen. Silber ist genau sowenig eine Farbe wie Weiss. Das Silbergen I, besser gesagt das Inhibitor-Gen, verhindert lediglich die Pigmentausbildung in Teilen des Haares. Diese Teile des Haares erscheinen Weiss. Die Bandbreite des Weissanteils in den Haaren erstreckt sich von kaum sichtbar bis fast Weiss. Das Inhibitor-Gen wirkt sich besonders auf das gelbe Haarband der Agoutitiere aus, kommt aber auch bei den Non-Agouti vor und erstreckte sich auf alle Grundfarben und sogar auf den Maskenfaktor (folgt später). Die Silberung geht stets vom Haargrund aus. Bei ca. 1/3 Silberanteil spricht man von Silver-Tabbys, bei ca. 2/3 Silberanteil von silver-shaded und bei Chinchilla sind letztlich nur noch die äussersten Haarspitzen pigmentiert. Das Tabby erkennt man nur noch an den dunklen Fussballen, dem umrandeten Nasenspiegel und den umrandeten Augenliedern. Bei den Non-Agouti gibt es solche Unterscheidungen des Silberanteils an der Fellfärbung nicht. Sie werden einfach alle smoke genannt. Bei roten Tieren mit Silber sprechen wir von den Cameos. Wie auch schon bei den roten Non-Agouti Tieren werden sie immer über die Tabbyzeichnung verfügen. Bei den Tabby Tieren spricht man hier von cameo-tabby, shaded-cameo und shell-cameo. Die Non-Agouti werden wiederum nur cameo-smoke genannt. Für die grosse Bandbreite der unterschiedlich starken Versilberung gibt es bis heute keine schlüssige Erklärung. Es ist möglich, dass reinerbiger Silberanteil (II) zu einer stärkeren Ausprägung führt als Mischerbigkeit (Ii). Eine weitere Theorie befasst sich mit einem Breitbandgen Wb. Es soll den Abstand zwischen den pigmentierten und unpigmentierten Haarteilen vergrössern. Uneinheitlich ist die Literatur bei der Wirkung des Breitbandgens auf die Non-Agoutitiere. Zum Teil wird die Wirkung dieses Genes auf Non-Agoutitiere bestritten. Tatsächlich scheint die Bandbreite bei den Smokes kleiner zu sein als bei den Agoutitieren. Bevor wir gleich zu den Goldenen kommen noch eine kleine tabellarische Übersicht über die möglichen Kombinationen beim Silber- und Breitbandgen:
Geleigentlich zeigen silberne Katzen an einigen Stellen im Haarkleid goldbraune Farbtöne (Rufismus). Durch selektive Zucht mit solchen Katzen entstand das goldene Haarkleid der Goldnen. Die Goldnen umfassen das gesamte Spektrum der Silbernen, sind genetisch jedoch ohne Silber (ii). Der Rufismus bei silbernen Farbschlägen ist nicht erwünscht und tritt bei durchgezüchteten Silberfarbschlägen kaum noch auf.
Dabei könnte Genetik so einfach sein: 1. Generation 3. Generation
Die einzelnen Gene werden mit den lateinischen Buchstaben des Alphabets bezeichnet, wobei dominante Gene mit Grossbuchstaben, ihre rezessiven Allelen (ein Paar sich entsprechender Gene) mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet werden. Da jede Katze für jedes ihrer Merkmale ein bestimmtes Genpaar hat, welches sich aus jeweils einem von jedem Elternteil ererbten Gen zusammensetzt, wird jedes Merkmal auch von zwei Buchstaben symbolisiert. A = Agouti AA = reinerbig Agouti, Aa = mischerbig, aa = Nonagouti B = Schwarz BB = reinerbig Schwarz, Bb = mischerbig, bb = dunkelbraun, b'b' = hellbraun C = Einfarbigkeit CC = reinerbig Vollpigmentierung, Cc = mischerbig, c¹c¹ (1=s) = Siam , c²c² (2=b) = Burma, c³c³ (3=a) = blauäugiger Albino D = Vollfarbigkeit DD = reinerbig Vollfarbe, Dd = mischerbig, dd = Verdünnung I = Silber II = reinerbig Silber, Ii = mischerbig, ii = nicht Silber L = Haarlänge LL = reinerbig Kurzhaar, Ll = mischerbig, ll = Langhaar O = Rot O(O) = Rot, Oo = Schildpatt, oo = nicht Rot S = Scheckung SS = reinerbig Scheckung, Ss = mischerbig, ss = nicht Weiß-Scheckung T = Mackerel TT = reinerbig Mackerel, Tt = mischerbig, t²t² (2=b) = blotched (=classic) W = Weiss ( = dominantes Weiss ) WW = reinerbig Weiss, Ww = mischerbig, ww = kein weiss
Zusammenfassung 10 Gene. Die für uns im Augenblick wichtigsten rezessiven Gene sind: Nonagouti, Verdünnung, classic-tabby, die Haarlänge und der Maskenfaktor. Zu letzterem ist zu sagen, dass die Auflistung der Point-Farben den Rahmen dieser Homepage sprengen würde. Aber die aufgelisteten Farben gibt es bei einigen Rassen auch als Points. Anstelle von black heisst es seal-point bei den Maskenkatzen . Auch wurde vorerst noch auf die Einbindung der Farben chocolate/lilac, da diese zur Zeit noch nicht in allen Rassen vertreten ist, bzw. auf die Erwähnung spezieller Rassefarben verzichtet. Silber Es können lediglich Silberjungtiere fallen, wenn ein Elternteil silber ist. Ist dieses Elternteil reinerbig für silber, dann fallen nur Silberkitten, auch wenn der andere Elternteil Nichtsilber ist. Bei der Verpaarung von 2 Silbertieren können auch Nichtsilber Jungtiere fallen, wenn beide Elternteile mischerbig sind. Weiss Es können lediglich weisse Jungtiere fallen, wenn ein Elternteil weiss ist. Ist dieses Elternteil reinerbig für weiss, dann fallen nur weisse Kitten, auch wenn der andere Elternteil nicht weiss ist. Bei der Verpaarung von 2 weissen Tieren können auch farbige Jungtiere fallen, wenn beide Elternteile mischerbig sind. Die weisse Farbe überdeckt die richtige Farbe. Nur durch spezielle Verpaarungen kann man herausfinden, welche Farbe tatsächlich genetisch vorliegt. Gen - Test Bei solchen Tests sollte auch ein Tier ausgewählt werden, welches das zeigt, man herausfinden will, also keine Trägertiere. Möchte man wissen, ob seine Katze Verdünnung trägt, sollte man zu einem blauen Kater gehen. Möchte man erfahren, ob die Katze Nonagouti trägt, sollte man zu einem schwarzen oder blauen Kater gehen. Bei classic-tabby zu einem classic-Kater und den Maskenfaktor erhält man bei der Verpaarung mit einem Point-Kater. Weiß-Scheckung Dies ist ein sehr heikles Thema, denn nicht nur weisse Füsschen bedeuten Weiß-Scheckung, sondern auch ein weisser Kehlfleck oder ein weisser Fleck am Bauch. Gerade diese beiden letzteren werden bei den Kitten gern übersehen, werden aber immer weitervererbt. Auch hier gilt wieder: Ist ein Elternteil reinerbig für Weißscheckung, dann fallen nur Kitten mit Weißscheckung, auch wenn der andere Elternteil kein weiss hat. Bei der Verpaarung von 2 Tieren mit Weißscheckung können auch Jungtiere ohne Weißscheckung fallen, wenn beide Elterntiere mischerbig sind. Was trägt ein Kitten tatsächlich? Verpaart man z. B. eine blue-tabby Katze mit einem schwarzen Kater, so trägt das black-tabby Kitten generell Verdünnung und Nonagouti. Verpaart man z.B. eine blue-point mit einem black-tabby Kater, so trägt das black-tabby Kitten generell Verdünnung, Nonagouti und den Maskenfaktor.
Noch ein Wort zu den verwirrenden Farbbezeichnungen tortie und torbie. Tortie - oder auch schildpatt - ist eine schwarz-rote Katze ohne Agouti. Torbie - zusammengesetzt aus tortie-tabby - ist eine schwarz-rote Katze mit Agouti also mit Tabbyzeichnung. Zum besseren Verständnis wird aber immer die jeweilige Farbe davorgesetzt, also black-tortie und black-torbie bzw. blue-tortie (blau-creme) und blue-torbie. Nun werden Sie fragen, warum denn die englischen Ausdrücke. Das Mutterland der Katzenzucht ist England. Bereits im Jahr 1871 fand im Crystal Palace in London die erste öffentliche Katzenausstellung statt.
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