Der Ort Byglandsfjord liegt am Südende des gleichnamigen Sees und stellt mit ca. 1200 Einwohnern den grössten Ort der Kommune Bygland dar. Der Byglandsfjord selbst ist 50 km lang und liegt am Südende des Setesdal. Am Rand des Byglandsfjords gibt es eine Reihe von Campingplätzen und viele Möglichkeiten zum Wandern und Wassersport, u.a. auch Rafting. Wer sich ein wenig für die Geschichte des Tals interessiert, kann an mehreren Stellen Freilichtmuseen mit alten Bauernhöfen besuchen. Zum Setesdal: Das Tal beginnt ca. 60 km nördlich von Kristiansand und zieht sich bis Hovden, wo es umgeben von einer Hochgebirgslandschaft in die Fjellhochfläche 'Setesdalheiene' ausläuft. Der Fluss 'Otra' prägt das Tal wesentlich; am Südende bestimmen der 50 km lange Byglandsfjord und ausgedehnte Kiefernwälder die Landschaft. Unterschieden wird zwischen dem südlichen Setesdal bis kurz vor Bykle, und dem nördlichen Setesdal. Letzteres war in früheren Zeiten durch die Verengung des Tals verkehrstechnisch praktisch ausgegrenzt, so dass sich Brauchtum und architektonische Eigenheiten hier besonders lange erhalten haben. Evje liegt an der Kreuzung der Strassen 42 (Arendal-Egersund) und 39 (Kristiansand-Haukeligrend). Als Mineralienstadt mit Mineralienpfad und dem 'Setesdal Mineralienpark' (ca. 5 km südlich bei Hornnes, www.mineralparken.no) lockt der winzige Ort die Touristen. |
Etwas nördlicher bei Valle liegt das Zentrum des Silberschmiedehandwerks, für das das Setesdal so bekannt ist. Bei Rysstad, wenige km entfernt von Valle befindet sich eine Ausstellung des Setesdalsmuseum von 1938 mit kulturhistorischen Arbeiten aus den Gemeinden Bygland, Valle und Bykle. Bei Rygnestad, 2 km hinter Flateland, liegt der älteste erhaltene Bauernhof des Setesdals mit Ursprüngen von 1350. Hier hat die schillernde Sagengestalt 'Vonde Åsmund Rygnestad' gelebt. Bis 1940 wurde der Hof bewirtschaftet. Wenige Kilometer vor Bykle passiert man einen Tunnel, der eine Talenge passierbar macht. Bis 1985 musste sich der Verkehr zwischen Otra und Steilhang vorbeischlängeln. Durch Hochwasser und Steinschlag war diese Verbindung häufig unterbrochen. Selbst die Deutschen haben während ihrer Besatzungszeit im 2. Weltkrieg diese Schlüsselstelle besetzt, wovon heute noch alte Schützengräben zeugen. In früheren Zeiten führte ein schmaler und gefährlicher Weg, der sogenannte 'Byklestigen', um diesen Engpass herum. Gefährlich wegen der Wegcharakteristik, auf schmalen Klippen und z. T. über steile Holzstige, auf denen auch Pferde geführt wurden; zum anderen aber auch wegen den Räubern, die hier eine Zeitlang ihr Unwesen trieben und den Bauern und Händlern ihre Waren abnahmen. Ein Teil des historischen Byklestigen ist restauriert und dokumentiert und kann heute (durch Geländer abgesichert) gefahrlos begangen werden. In Bykle steht die älteste Kirche des Setesdals aus dem 13. Jahrhundert, innen mit Rosenmalereien geschmückt. In der Nähe befindet sich auch das Freilichtmuseum Huldreheimen. Nördlich von Bykle wird das bewaldete Tal immer flacher, bis es kurz vor Hovden in eine flache Hochebene mit geringerem Bewuchs ausläuft. Hovden ist vor allem als Wintersportort bekannt und ist ein typisches Touristenzentrum mit vielen Hütten und Hotels. Der Reiz der kleinen und ruhigen Setesdalorte ist hier nicht mehr zu spüren, aber mit seinen vielen Holzhäusern ist Hovden auch nicht unbedingt hässlich. Hegni-Freizeitpark am Hartevatn, Wikingermuseum und der Skilift, den man auch im Sommer als Ausgangspunkt für Wanderungen nutzen kann, sind die sommerlichen Attraktionen des Orts. Quer durch das Setesdal von Kristiansand kommend über Byglandsfjord und Hovden bis nach Haukeli führt die Nationale Fahrradroute Nr. 3. Im Süden bis Vennesla folgt die Route der Hauptstrasse auf eigenem Radweg, danach führt sie abseits der Hauptstrasse, teils über unbefestigte Wege und entlang der Route der alten Setesdalsbahn. Routenführer und Informationen sind in den Touristeninformationen und auf den regionalen Campingplätzen erhältlich. Die vielfältige Landschaft und die bewahrten Traditionen machen das Setesdal zum idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Aktivitäten in allen Jahreszeiten: - Rafting, Kajak, Kanu, Segelboot, Hydrospeed, Boogieboard, Wasserski, Bananenboot auf der Otra und dem Byglandsfjord
- Dampfschiff 'Bjoren' von 1886 auf dem Byglandsfjord (verkehrt nur im Juli)
- Elch- und Bibersafaris, z.B. bei Evje und südlich von Hovden
- Wandern und Bergwandern; zahlreiche markierte Wanderpfade und Übernachtungshütten, die z.T. zum Verband 'Kristiansand og Oppland Turistforening' (KOT) gehören.
- Klettern, z.B. an den Granitwänden rund um Valle
- Skilanglauf und Abfahrt
- Reiten im südlichen Setesdal (Bygland und Evje)
- Mountainbiking
- Canyoning
- Go-Kart (7 km südlich von Evje)
- Angeln (Forellen, Barsche und Bleke) in der Otra oder in einigen Bergseen
- Baden in Seen (Byglandsfjord, Hartevatn), Badeland (Hovden) und diversen Hallenbädern
- Sportschiessen bei Hovden
- 9-Loch-Golfplatz auf dem Ørnefjell
- Campen im gesamten Setesdal
- Hubschrauberrundflüge bei Hovden
- Mineralien suchen (Mineralienpfad in Evje) und in Ausstellungen im Mineralienpark Hornnes bewundern
- Fahrt mit der historischen Setesdalsbahn zwischen Grovane und Belhølen in Vennesla auf einer 5 km langen restaurierten Strecke (nur in der Sommersaison!). Die ehemals 78 km lange Strecke zwischen Kristiansand und Byglandsfjord wurde 1896 als Schmalspurbahn eröffnet und hauptsächlich für die wirtschaftliche Erschliessung des Setesdals (Holz und Holzprodukte) genutzt. 1962 wurde sie wegen mangelnder Rentabilität geschlossen, seit 1963 bemüht sich ein eigener Verein (www.setesdalsbanen.no) um die Bewahrung der Tradition.
- mehrere Traditionsbetriebe der Silberschmiedekunst können besichtigt werden, u.a. in Evje, Byglandsfjord, Valle, Nomeland und Ose. Die Volkstrachten des Setesdals haben viel Silberschmuck, heute werden auch moderne Arbeiten hergestellt.
- diverse Freilichtmuseen
- Das Agder-Volksmusikarchiv in Rysstad bewahrt die Traditionen um Volksmusik und Volkstanz (www.folkemusikkarkivet.net/agder)
- Museum über die Gewinnung von Brauneisen und Holzkohle in der Wikingerzeit bei Hovden
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